Auf seiner 35. Mitgliederversammlung hat der BUNDESVERBAND DER FERNSEH- UND FILMREGISSEURE e.V. (BVR) im Rahmen der Berlinale 2010 bekräftigt, weiterhin für eine Umsetzung des Urhebervertragsrechts zu kämpfen.
Die Mitgliederversammlung unterstützt den Vorstand einstimmig in seinem Bemühen, eine Schlichtungsstelle zur Aufstellung einer Gemeinsamen Vergütungsregel nach § 36a UrhG mit dem ZDF einzurichten. Das ZDF verweigert sich bisher. Deshalb hat der BVR die gerichtliche Einsetzung eines Vorsitzenden der Schlichtungsstelle beim OLG München beantragt. Der Verband versucht nach den gescheiterten Versuchen, mit Produzentenverbänden Gemeinsame Vergütungsregeln zu verhandeln, nun konsequent den zentralen Werknutzer, nämlich einen Sender, in die urhebervertragsrechtliche Verantwortung zu nehmen, die von Produzentenverbänden bisher gescheut wird.
Auf der Mitgliederversammlung 2010 wurden zudem wichtige Beschlüsse hinsichtlich einer Neuaufstellung des Filmförderungsgesetzes (FFG) und einer verbesserten Beteiligung der kreativen Urheber sowie zur Stärkung der Verwertungsgesellschaft der Film- und Bildurheber (VG Bild-Kunst) gefasst.
Der bisherige Vorstand des BVR (Jobst Oetzmann, Peter Carpentier, Stephan Wagner, Niki Stein, Imogen Kimmel, André F. Nebe, Björn S. Berger) wurde wiedergewählt. Neu hinzu gewählt wurden die Regisseure Markus Bräutigam, Jürgen Bretzinger, Manuel Siebenmann sowie die Regieassistentin Petra Misovic.
*** **AND THE WINNER IS … ** BVR kündigt auf der Berlinale zum Anlass seines 35-jährigen Bestehens den hochdotierten DEUTSCHEN REGIEPREIS anVor 600 prominenten Gästen aus der Film- und Fernsehlandschaft verkündete die Schauspielerin SENTA BERGER die Schaffung des DEUTSCHEN REGIEPREIS durch den BVR. Der DEUTSCHE REGIEPREIS ist eine Auszeichnung von Regisseuren für Regisseure. Er wird vom Bundesverband Regie (BVR) vergeben und soll der höchstdotierte Preis für Regisseure in Deutschland werden.
Die jährlich zu vergebende Auszeichnung wird in folgenden Kategorien verliehen: Beste Regie, Preis für ein Lebenswerk, Preis für den besten Darsteller/in. Der DEUTSCHE REGIEPREIS wird durch die Mitgliedschaft des Regieverbands nominiert und schließlich von einer Jury des Verbandes ermittelt. Erstmalig soll der Preis im Herbst 2010 vergeben werden.
Schon einmal hat der BVR einen Preis vergeben. Von 1977 bis 1990 wurde der „Deutsche Darstellerpreis“ von den Regisseuren des BVR verliehen. Heute schließt sich der Kreis, wenn Senta Berger – die vielfach preisgekrönte deutsche Darstellerin ist verheiratet mit dem renommierten Regisseur und Gründungsmitglied des BVR Michael Verhoeven – den Preis verkündet, der fortan an Regisseure und Darsteller verliehen werden soll.
Die illustren Gästen wie Katja Flint, Hannah Herzsprung, Detlev Buck, Leander Hausmann, Jessica Schwarz, Sonja Kirchberger, Max von Thun, Michael Mendl, die anlässlich des BVR-Empfangs Directors’ Birthday in die Lancia Lounge in der Friedrichstr. zusammengekommen waren, nahmen diese Nachricht begeistert auf.
Der DEUTSCHE REGIEPREIS soll die Stellung und Bedeutung der Regie unterstreichen und die Preisträger – auch finanziell – stärken, das ist das erklärte Ziel des BVR. Die oftmals langen Ruhephasen zwischen Filmprojekten sollen den ausgezeichneten Kollegen die Chance bieten, unanhängiger als bisher zu arbeiten. Der DEUTSCHE REGIEPREIS ist damit Ausdruck einer Wertschätzung, die kein anderer Preis für Regisseure bietet.
35 Jahre nach Gründung zählt der BVR heute unter seinen Mitgliedern Filmemacher von nationalem und internationalen Format wie Michael Haneke, Roland Emmerich, Doris Dörrie, Wolfgang Petersen, Sönke Wortmann, Dennis Gansel, Margarethe von Trotta und Dominik Graf, sowie die Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff, Stefan Ruzowitzky und Istvan Szabo.
Vor 35 Jahren, am 11. April 1975 wurde der Bundesverband Regie als Berufsverband und Künstlervereinigung der Regisseure von namhaften Kollegen wie Helmut Dietl, Michael Verhoeven, Eberhard Itzenplitz und Eberhard Hauff ins Leben gerufen. Die künstlerischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Filmemacher in Deutschland hatten bis dato keine Lobby. Von Sozialversicherungssystemen über Urhebervertragsrecht bis zu Novellierungen des Filmfördergesetzes hat sich der BVR unermüdlich für seine Mitglieder eingesetzt. Der BVR bietet dem Regisseur oder der Regisseurin in seiner Individualität den Schutz und die Stärke einer engagierten Solidargemeinschaft, die ihn in seinem individuellen Schaffen unterstützt.
Mit großem Dank an unsere Sponsoren:
LANCIA, Moët Chandon, Maurice Lacroix.
JK
