Teilen Online-Distribution von Filmen und Fernsehwerken
Diskussionsveranstaltung und Stellungnahme des BVR zum wichtigsten Medienthema der Zukunft

Die Europäische Kommission hat als einen Schwerpunkt der EU-Medienpolitik für die kommenden Jahre die Förderung der transnationalen Vermarktung und Verbreitung sowie die Unterstützung des Auf- und Ausbaus von Publikumsschichten durch die Förderung flexibler neuer Vertriebswege im Internet ausgegeben. Es sollen neue Vertriebskanäle für audiovisuelle Werke entstehen, neue Geschäftsmodelle entwickelt werden, und es sollen die bestehenden Daten-Autobahnen mit mehr Content ausgestattet werden.
Zentrales technisches Vehikel dafür ist die online-Verbreitung von Film- und Fernsehwerken. Es ist wahrscheinlich, dass dies weit über die bereits bestehenden, in Deutschland bisher nur zögerlich angenommenen on demand-Dienste hinaus gehen wird. Die Wahrnehmung von Film- und Fernsehwerken wird sich weg von der räumlichen und zeitlichen Gebundenheit eines Fernseh- oder Kinoprogramms bewegen. Darüber sind sich die meisten Fachleute einige. Wenig Einigkeit besteht in der Vorhersage des Tempos und der Art und Weise dieser Veränderung, die am Ende ihrer Entwicklung die Rezeption von Filmen und Fernsehwerken neu gestalten könnte. Die Betonung liegt auf: könnte. Denn dass feste Programmstrukturen zumindest in den nächsten Jahren weiterhin ihre Bedeutung haben werden, ist nicht nur für das älter werdende Publikum anzunehmen. Damit wird auch das Programm-Fernsehen nicht obsolet werden.

Die EU hat zu all diesen komplexen technischen, rezeptionsästhetischen und vor allem ökonomischen und rechtlichen Aspekten des digitalen Medienumbruchs jüngst ein Grünbuch veröffentlicht und um die Beantwortung einer Reihe von Fragen gebeten. Der BVR ist dem gern nachgekommen und hat die Probleme und Ansprüche der Film- und Fernsehregisseure in einer umfangreichen Stellungnahme benannt. Diese Stellungnahme einschließlich des zugrunde liegenden Fragenkatalogs finden Sie hier: cb-tm.de/notiz/download.php?id…

Außerdem wird der BVR dieses zentrale medienpolitische Thema der Zukunft auf seiner traditionellen Berlinale-Podiumsdiskussion 2012 erörtern. Auch hier wird es darum gehen, wie, in welchem Umfang, unter welchen programm- und werkästhetischen Bedingungen und unter welchen wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen die online-Distribution von Film- und Fernsehwerken erfolgen kann bzw. erfolgen wird. Werden sich feste Programmformen auflösen und welche Distributionsformen treten an deren Stelle? Das ist dabei eine ebenso interessante Frage wie die nach den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Zugesagt für das Panel dieser Veranstaltung haben bisher:
Helga Trüpel (MdEP, Grüne), Ansgar Heveling (MdB, CDU), Peter Weber (Justiziar ZDF), Alexander Thies (Vorsitzender ProduzentenAllianz Film und Fernsehen), Dr. Urban Pappi (gf. Vorstand VG Bild-Kunst), Hans W. Geissendörfer (Regisseur und Produzent).
Die Moderation hat der Regisseur Jobst C. Oetzmann übernommen
Die Diskussion wird stattfinden am Di., 14.2. 2012, 18.00 bis ca. 20.30 Uhr.

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