Geklonte Zukunft

Dokumentarfilm | Deutschland 2002
Produktion provobis
Ausstrahlung ARD
Erstaufführung Erstaufführung

Synopsis

"Du spielst Gott in diesem Spiel", erklärt der in New York arbeitende Gentechnologe Dr. Palermo ohne Scheu. Pränatale Diagnose, künstliche Befruchtung, Klonen menschlicher Eizellen, Designer-Babys - all dies wird von ihm und seinem Team angewendet oder angestrebt nach dem Motto: "Was möglich ist, wird auch gemacht!"

Nicht weit von Dr. Palermos Forschungsstätte entfernt traf Christoph Weinert aber auch Kritiker dieses ungehemmten Forscherdrangs: den inzwischen verstorbenen Wegbereiter der Gentechnik Erwin Chargaff und den deutschen Theologen Dietmar Mieth.


Mieth ist Professor für Theologische Ethik an der Universität Tübingen. Er war in verschiedenenen Ethik-Kommissionen tätig und baute das Zentrum für Ethik in den Wissenschaften an der Universität Tübingen mit auf.

Chargaff war der Erste Wissenschaftler, der das molekulare Aussehen der DNS (Desoxyribonukleinsäure = das genetische Material der Zellen) beschrieb. Er entdeckte, die Basen Adenin und Guanin sowie Thymin und Cytosin in der DNS und stellte die so genannte Chargaff-Regel auf. Damit öffnete er James Watson und Francis Crick die Tür für die bahnbrechende Entdeckung, dass die DNS als Spirale der Doppelstruktur-Helix angeordnet ist.

In der letzten Folge der Reihe "Sündenfälle" geht es um das Gebot "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben". Stellen sich Genforscher auf eine Stufe mit Gott? Pfuschen sie dem Schöpfer-Gott ins Handwerk? Versucht der Mensch wirklich, Gott zu spielen?