22. November 2012

Deutscher Regiepreis Metropolis 2012 auf der Moviecom518 vergeben

Regisseure ehren Regisseure

Deutscher Regiepreis Metropolis 2012 auf der Moviecom518 vergeben

Zum zweiten Mal hat der BUNDESVERBAND DER FILM- UND FERNSEHREGISSEURE e.V. den Deutschen Regiepreis METROPOLIS ausgelobt.

Die Preisträger des Deutschen Regiepreises METROPOLIS werden von den Mitgliedern des Bundesverbands Regie in einer online-Abstimmung jeweils aus vier zuvor von einer Jury ausgewählten Nominierungen ermitteltt. Der deutscher Regiepreis ist ein Preis von Regisseuren für Regisseure bzw. in den weiteren Kategorien für die wichtigsten Arbeitspartner. Vorbild sind die Awards wie sie beispielsweise die us-amerikanischen Guilds, wie die Directors Guild of America (DGA) alljährlich vergeben.

In einer glanzvollen Feier vor 450 geladenen Gästen sind am Abend des 16.12. die Preisträger des Deutschen Regiepreises METROPOLIS 2012 vorgestellt und geehrt worden. Die abwechslungsreiche, mit Filmausschnitten, Interviews mit Nominierten und Preisträgern sowie dynamischen Musikacts gewürzte Gala war Höhepunkt und Schlusspunkt des neuen Münchner Filmevents MOVIECOM518, an dem der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure in Deutschland e.V. (BVR) in Zusammenarbeit mit der HypoVereinsbank AG und AUDI als Partner beteiligt ist.

Die von den Mitgliedern des BVR bestimmten Preisträger des Deutschen Regiepreises METROPOLIS für das Jahr 2012 sind:

Beste Regie Kino: Christian Zübert für “Dreiviertelmond”
Beste Regie Fernsehfilm: Dagmar Hirtz für “Die Hebamme – Auf Leben und Tod”
Beste Regie Serie: Arne Feldhusen für “Der Tatortreiniger: Nicht über mein Sofa”
Beste Regie Nachwuchs: David Wnendt für “Kriegerin”
Beste Regie Dokumentarfilm: Maria Speth für “9 Leben”

Als Bester Schauspieler wurde Charly Hübner, als Beste Schauspielerin Inka Friedrich ausgezeichnet. Stefan Arndt wurde als Bester Produzent, Liane Jessen als Beste Redakteurin geehrt.

Den Preis für ein Lebenswerk als Ehrenpreis der VG Bild-Kunst (dotiert mit EUR 20.000) nahm Wolfgang Petersen entgegen, den Dominik Graf in einer ebenso bewegenden wie tiefschürfenden Laudatio ehrte. Link zum Text der Laudatio.

Der seit vielen Jahren in Santa Monica ansässige Erfolgsfilm-Regisseur gab am Tag vor der Preisverleihung in einem Werkstattgespräch mit dem ehemaligen Bavaria-Chef, Dr. Günter Rohrbach, Einblicke in die Produktionsgeschichte und Ästhetik seines imposanten Werkes. Eine kleine Reihe seiner Filme war vom 13.– 16.12.2012 im Rahmen der Moviecom518 in München zu sehen.
Wolfgang Petersen, geboren 1941 in Emden und aufgewachsen in Hamburg, ist der weltweit erfolgreichste deutsche Regisseur der letzten Jahrzehnte. Seine US-Filme „Troja“ (2004), „Sturm“ (2000), „Air Force One“ (1997), „In the Line of Fire“ (1993) waren Publikumsmagneten und spielten jeweils 100 Mio. USD oder mehr ein. Sie boten dem Kinogänger Spannung auf allerhöchstem Niveau. Petersen hat dem deutschen und später dem US-Kino in immer perfekterer Gestaltung gegeben, was den Film von Anbeginn auszeichnete: Bewegung (Action), Schaureiz (visuelle Opulenz) und suggestive Realitätsnähe. Er ist damit Bewahrer und Erneuerer der Filmkunst, die sich stets auch als überwältigende Emotionsinszenierung verstanden hat.

Die Nominierungen für den Deutschen Regiepreis METROPOLIS 2012

Aus den Vorschlägen zu den besten Regieleistungen im Zeitraum 4/2011 bis 4/2012 hat eine aus Regisseurinnen und Regisseuren besetzte Jury unter Vorsitz von Prof. Peter F. Bringmann folgende Nominierungen vorgenommen:

Beste Regie Kinofilm
Anja Jacobs für „Einer wie Bruno“
Christian Zübert für „Dreiviertelmond“
Hans Steinbichler für „Das Blaue vom Himmel“
Stephan Rick für „Unter Nachbarn“

Beste Regie Fernsehfilm
Dagmar Hirtz für „Die Hebamme“
Kilian Riedhof für „Homevideo“
Andreas Prochaska für „Das Wunder von Kärnten“
Christian von Castelberg für „Polizeiruf 110: Einer trage des Anderen Last“

Beste Regie Fernsehserie/Serienfolge
Arne Feldhusen für „Der Tatortreiniger“ – Folge: “Der letzte Dreck”
Richard Huber für „Danni Lowinski“ – Folge: “Ungeheuerlich”
Robert Sigl für „SOKO Wien/Donau“ – Folge: “Verschollen”

Beste Regie Nachwuchs
Carsten Unger für „Bastard“
Kirsi Marie Liimatainen für „Festung“
Lars-Gunnar Lotz für „Schuld sind immer die Anderen“
David Wnendt für „Kriegerin“

Beste Regie Dokumentarfilm
Sebastian Dehnhardt für „Klitschko“
Maria Speth für „Neun Leben“
Rudi Gaul für „Wader/Wecker/Vaterland“
Dominik Graf für „Lawinen der Erinnerung“