1. Februar 2018

Beschwerdestelle bei sexualisierten Übergriffen

BVR unterzeichnet Eckpunktepapier

Der BVR gehört zu den Unterzeichnern eines Eckpunktepapiers für die Gründung einer gemeinsamen Einrichtung zur Entwicklung und Wahrung genderbezogener Ethikregeln in der Filmbranche, zusammen mit dem Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS), Pro Quote Regie e.V., der Deutschen Filmakademie, der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAFF), ver.di, der Deutschen Produzentenallianz für Film und Fernsehen, dem Bundesverband Casting e.V. (BVC), der Bundesvereinigung Maskenbild e.V., dem Interessenverband Synchron e.V. (IVS), dem Verband der Agenturen (VDA), dem Verband der Nachwuchsagenturen (VDNA) und dem Verband der Schauspieler-Agenturen (VDSA). Gemeinsam arbeiten wir mit Hochdruck an der Gründung und Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle, an die sich Kolleginnen und Kollegen wenden können, die von sexualisierten Übergriffen, Gewalt oder Rassismus im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für eine filmische Produktion betroffen sind.

 Schon im Oktober hat sich der BVR in der Debatte um sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch klar positioniert und dies in jeglicher Form scharf verurteilt. Angesichts der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen unser Mitglied Dr. Dieter Wedel und vor dem Hintergrund der schon seit Jahrzehnten beim Saarländischen Rundfunk aktenkundigen Vorwürfen stellt der Vorstand fest: Sollte sich der Verdacht weiter erhärten, behalten wir uns zum Schutze unserer weiteren Mitglieder vor, ihn gemäß § 6 Absatz 3 unserer Satzung aus dem BVR auszuschließen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Stellungnahme von Simon Verhoeven und auf unsere Stellungnahme vom 23. Oktober