24. August 2018

"Schöne heile Welt" von Gernot Krää

Sinneswandel eines Sozialschmarotzers - am 31. August um 20:15 auf arte

 

 

 

 

 

 

"Schöne heile Welt" - ein einfühlsamer Film, der aktuelle Gesellschaftsthemen aus einer neuen Perspektive behandelt und dem Publikum gleichzeitig den Spiegel vorhält. Er ist eine sehenswerte und von Richy Müller vorzüglich gespielte Tragikomödie über einen dauernörgeligen Langzeitarbeitslosen, dessen Dasein einen unerwarteten Sinn bekommt, als er sein Herz für einen kleinen afrikanischen Flüchtling entdeckt. Gernot Krää (Buch und Regie), der die Geschichte als reizvolle Mischung aus Drama und Märchen erzählt, findet immer wieder genau den richtigen Mittelweg zwischen Kitsch und Tristesse. Er charakterisiert seine Hauptfigur durch viele kleine Momente, die dem Leben abgeschaut sind. Müller versucht gar nicht erst, den Sozialschmarotzer sympathisch zu gestalten. Als der mürrische Deutsche und der kleine Afrikaner ihre gemeinsame Liebe zum Schlittschuhlauf entdecken, beginnt die Wandlung des Grantlers. Filmmusikkomponist Stephan Römer begleitet die Entwicklung mit entspanntem und von lebensfrohen afrikanischen Liedern durchsetztem Jazz.

Mit dem Spielfilm war der Regisseur und Drehbuchautor Gernot Krää 2015 für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert.