6. November 2018

Fünfter Regie-Diversitätsbericht des Bundesverband Regie für das Jahr 2017

 

 

 

 

 

 

 

Gender-Analyse zur Regievergabepraxis in deutschen fiktionalen Primetime-Programmen von ARD, ZDF, RTL, SAT 1 und VOX sowie im deutschen Kinospielfilm

 

Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse des vom BVR Bundesverband Regie erstellten Diversitätsberichts 2017 wurden auf den Tagen der Regie 2018 am 3.11.2018 an der HFF – Hochschule für Film und Fernsehen München vorgestellt. Prof. Elisabeth Prommer (Direktorin Institut für Medienforschung, Universität Rostock), Christine Berg (stellv. Vorstand FFA), Emily Atef (Regisseurin 3 Tage Quibéron), Uschi Reich (Produzentin), Claudia Tronnier (ZDF Kleines Fernsehspiel), Jörg Schönenborn (Fernsehdirektor WDR) und Jörg Langer (Langer Media) diskutierten auf dem Podium intensiv über die - noch - ernüchternden Zahlen der diesjährigen Studie. „Ein 50/50 in 2020 wird es hiernach nicht geben, eher ein 50/50 after 2020“, so Jörg Langer. Im Gespräch mit Prof. Anna Wahl von der Universität Stockholm sprach Margrét Rún über die Gründe.

Die in dem Bericht dargestellten Zahlen spiegeln die Vergabepraxis der Förderungen wieder, wie sie zu Beginn der ersten Diversitätsberichte herrschte. Die aktuellen Zahlen der FFA zu Produktionsförderungen Spielfilm geben Anlass zur Hoffnung: im Jahr 2018 wurden die Gelder annähernd paritätisch verteilt: 48% der Projekte, aber auch 48% der Fördergelder wurden an Frauen in der Regie vergeben.

Der BVR - Bundesverband Regie e.V. sieht sich darin bestätigt, mit der Analyse und Berichterstellung im Rahmen des Diversitätsberichts einen Stein - von noch vielen weiteren notwendigen - für eine paritätische Vergabe von Regieaufträgen ins Rollen gebracht zu haben. Bis 50/50 in allen Bereichen, d.h. Produktion, Regieaufträge und Sendepraxis erreicht sind, bleibt noch viel zu tun.

Der fünfte Diversitätsbericht des BVR – Bundesverband Regie e.V. Sender leistet einen wichtigen Anteil zur Schaffung von Transparenz und Gender-Monitoring im Bereich Filmförderung, Filmproduktion und -verwertung.

Die Online-Version des 5. Regie-Diversitätsberichts des BVR kann hier heruntergeladen werden.