Kristina Konrad

  • / Regie Dok-Film
  • / Drehbuch
  • / Produktion
 Kristina Konrad

Kontakt

Kristina Konrad
c/o Weltfilm, Fritz-Riedel-Str. 2
Berlin
Deutschland
+49 30 42856409
konrad@weltfilm.com
www.weltfilm.com

Biografie

Filmografie

Unas Preguntas

Unas Preguntas
Dokumentarfilm 2018

Uruguay Ende der 80er

 

1986 verabschiedete das Parlament ein Amnestiegesetz für die während der Diktatur (1973 - 85) von Militär und Polizei begangenen Menschrechtsverletzungen und Verbrechen.

Eine Volksinitiative forderte in einem Referendum eine Volksabstimmung über das umstrittene Gesetz. Viele Angehörige von Verschwundenen und Ermordeten verlangten nach Aufklärung, die durch das

Gesetz der Straffreiheit verhindert wurde.

 

Unas preguntas verarbeitet U-matic-Aufnahmen, die in der Zeit von 1987-89 entstanden und hauptsächlich aus Straßeninterviews bestehen.

Wie in einer Zeitkapsel entsteht ein vielschichtiges Bild des Landes und seiner Bewohner, in denen die Werte einer demokratischen Gesellschaft, Begriffe wie: Frieden, Gerechtigkeit, Gleichheit, immer wieder hinterfragt und neu ausgelotet werden.

 

Diego

Diego
Dokumentarfilm 2015 | ZDF/3sat

Diego, in der Schweiz geboren, in London aufgewachsen, steht mit 22 Jahren kurz vor dem Abschluss seines Physik-Studiums in Oxford. Wie soll es dann weitergehen?

 

Diego könnte promovieren und in die Forschung gehen. Vieles spricht aber auch für eine Karriere in der Finanzwelt, wie es sein Vater vorlebt, dem er sehr nahe steht. Viel Geld würde das bedeuten und Adrenalin, aber eben auch viel Stress.

 

In 16-Stunden-Tagen Algorithmen für den umstrittenen Hochfrequenzhandel programmieren? Oder vielleicht doch lieber eine Zukunft im Universitätsbetrieb mit mehr Zeit zum Musikmachen, für Freunde, Sport und Party?

 

ALS WIR GLÜCKLICH WAREN UND ES NICHT WUSSTEN

ALS WIR GLÜCKLICH WAREN UND ES NICHT WUSSTEN
Dokumentarfilm 2011

Momente mit Maité Vera, zwischen 2000-2008 in La Havanna, Kopenhagen und Berlin.

Der Film beginnt 2000 mit Maité Veras 70. Geburtstag in La Havanna, wo sie lebt und arbeitet. Bis heute schreibt die ungebrochen vitale Maite mit Lust und Hingabe Telenovelas und Teleserien der besonderen Art, die sie in ihrer Heimat zu einer Legende machten. „Die Leute wollen träumen. Aber mir scheint, man soll mit den Füssen am Boden träumen machen. Du kannst nicht so weit abheben, dass du auf einer Wolke landest." Sagt Maité über ihre Arbeit und nennt Brecht als ihren größten Lehrer.

Humberto, ihr einziger Sohn, lebt mit seiner Familie in Kopenhagen. Im Exil. Der Film zeigt, wie die verschiedenen Generationen mit den entsprechenden Erfahrungen und Sichtweisen in einem fremden Land aufeinandertreffen: Diskussionen und Konflikte werden kubanisch laut, humorvoll und mit Zärtlichkeit ausgetragen.

 

Der Film kommt Maité nicht nur in diesen Momenten sehr nahe. Auch in Maités Alltag auf Kuba, den Begegnungen mit Nachbarn, Freunden und bei ihrer Arbeit fürs Fernsehen bleibt die Kamera eine intime Beobachterin.

WEIT WEG VON HIER

WEIT WEG VON HIER
Dokumentarfilm 2008 | ZDF/3sat

"Weit weg von hier" möchte Daniela(17) in Zukunft leben. "Hier" ist ein armes Viertel in Montevideo/Uruguay, wo sie mit ihrem Sohn, ihrem Mann, mit Mutter, Schwester und Schwager in einem kleinen Häuschen lebt. Daniela arbeitet zwei Tage die Woche bei einem Friseur und richtet sich zuhause im Wohnzimmer ihren eigenen Salon ein. Es geht ihnen besser als den meisten anderen in der Nachbarschaft. Alle haben Arbeit, und der Vater versorgt die Familie mit allem nur Erdenklichen. Doch er fehlt. "Weit weg von hier" ist auch Danielas Vater. Er gehört zu den Millionen Lateinamerikanern, die emigrieren, illegal in der Fremde arbeiten und deren Unterstützung einer der wichtigsten Überlebensfaktoren in ihren Heimatländern ist. Er verspricht, bald zurück zu kommen, doch die Entscheidung ist wegen ihrer Endgültigkeit nicht einfach. Einmal zurück in Uruguay, könnte er nicht mehr in die USA einreisen. Und wer hilft dann der Familie? Er schickt Geld für Kleider, Fernseher, Handys, Hausreparaturen - und per Internet Lebensmittel. Das weckt Neid in der Nachbarschaft. Deshalb möchte Daniela weit weg, an einen Ort ohne Neid, Drogen und Gefahren. Der Film entwickelt seine Intensität aus der Spannung zwischen Danielas fragilem "kleinen Glück" - der Sicherheit zuhause, der Geborgenheit in der Familie - und der offensichtlichen Brüchigkeit dieses Glücks, das durch das Fehlen des Vaters, die allgegenwärtigen ökonomischen Probleme und eine ungewisse Zukunft bedroht ist.

 

Unser America

Unser America
Dokumentarfilm 2005 | Schweizer Fernsehen
Drehbuch: Kristina Konrad, Christian Frosch
Produktion: Maximage GmbH, Cornelia Seitler

Erinnerungen an ein Land, das es nicht mehr gibt.

"Unser America" ist eine Spurensuche, eine Reise durch die Gegenwart der Vergangenheit - 25 Jahre nach einer Revolution, die niemand für möglich hielt. Eine persönliche Annäherung einer Europäerin an ein kleines lateinamerikanisches Land, das sich damals von einer 45 -Jährigen Diktatur befreite, das Unmögliche versuchte und vom grossen Nachbarn USA unerbittlich bekämpft wurde.

 

"Nicaragua war das Vietnam meiner Generation."

 

Die Filmemacherin kehrt in das nun neoliberale, von Krieg und Korruption verwundete Nicaragua zurück, dorthin wo sie vor 20 Jahren eine der letzten sozialen Utopien miterlebte, die Tausende aus aller Welt angezogen hatte. Getragen von der Hoffnung, dem kleinen Staat gelinge es, Armut und Un-Gleichheit in politischem Pluralismus, gemischter Wirtschaft und Blockfreiheit zu besiegen - und dass David gegen Goliath gewinnen könne.

 

Der Film ist Rückkehr und Sich-Vortasten in einer neuen unbekannten Situation Erinnerung und Betrachten der heutigen Verhältnisse. Im Zentrum stehen Frauen, die damals zu den Waffen griffen und ihr täglicher Überlebenskampf heute: was ist geblieben vom grossen Traum von Unabhängigkeit und Gerechtigkeit?

 

"...aber es war der Moment, dies zu leben, und wer es nicht gelebt hat, hat es verpasst."

 

GROSSE FREIHEIT KLEINE FREIHEIT

GROSSE FREIHEIT KLEINE FREIHEIT
Dokumentarfilm 2000

Inge Viett und Marìa Barhoum.

 

Zwei Frauen, die Ende der 60er Jahre zusammen mit vielen andern ausgezogen sind, um überzeugt und kompromisslos für eine revolutionäre Veränderung der Welt zu kämpfen: Inge Viett im westeuropäischen Deutschland, Marìa Barhoum im südamerikanischen Uruguay.

 

Der Film erzählt Momente aus dem Leben von Inge Viett und von Marìa Barhoum und sucht den Faden ihrer gemeinsamen Utopie unter den verschiedenen Bedingungen auf den zwei Kontinenten aufzurollen.

 

Ihre Geschichten erzählen von der Gratwanderung eines rebellischen Lebens in der zweiten Jahrhunderthälfte, eines Lebens jenseits der Sieger: von der spontanen Auflehnung, dem lustvollen Abenteuer, den Hoffnungen und Irrtümern.

 

Beide haben ein Leben im Widerspruch geführt und sind nun damit konfrontiert, ihrem Leben einen Sinn zu geben, in einer Welt, die alle Widersprüche aufgelöst hat, indem sie diese als gegeben, natürlich und unveränderbar erklärt - in einem Alter, wo die Beschränktheit und Endlichkeit der Möglichkeiten erfahren und bewusst sind. Dennoch machen sie nicht den Wunsch nach Solidarität und einem kollektiven Glück haftbar für die ihm folgenden Enttäuschungen.

 

EINE SEEKRANKHEIT AUF FESTEM LANDE

EINE SEEKRANKHEIT AUF FESTEM LANDE
Experimental, Kurzfilm 1995
Regie: Kristina Konrad, Christian Frosch
Drehbuch: Kristina Konrad, Christian Frosch
Produktion: Kristina Konrad, Christian Frosch

Es ist eine Seekrankheit auf festem Lande. Deren Wessen ist so, dass Ihr den wahrhaftigen Namen der Dinge vergessen habt und über sie jetzt in einer Eile zufällige Namen schüttet. Nur schnell, nur schnell! Aber kaum seid Ihr von ihnen weggelaufen, habt Ihr wieder ihre Namen vergessen. Die Pappel in den Feldern, die Ihr den ´Turm von Babel´ genannt habt, denn Ihr wusstet nicht oder wolltet nicht wissen, dass es eine Pappel war, schaukelt wieder namenlos , und Ihr müsstet sie nennen ´Noah, wie er betrunken war.´

(Franz Kafka aus ´Der Beter´)

 

Dieser Text war Ausgangspunkt und Kompass bei unserer Reise durch eine Stadt, die möglicherweise Berlin ist. Die Zeit ist aus den Fugen: ein Mensch droht den Boden unter den Füssen zu verlieren. Er trifft eine Frau, wird erschossen und stirbt in der Wüste unter dem gierigen Blick einer TV-Kamera.

 

Por Centésima Vez / Zum Hundertsten Mal

Por Centésima Vez / Zum Hundertsten Mal
Dokumentarfilm 1990
Regie: Kristina Konrad, Graciela Salsamendi
Produktion: Kristina Konrad

"Wer hätte gedacht, dass die Berliner Mauer fällt? Warum also sollte nicht auch ich mich verändern können?" meint Ramona, eine der vier Protagonistinnen.

 

Während zwei Jahren filmen Kristina Konrad und Graciela Salsamendi Momente, Bruchstücke aus dem Leben von vier Frauen am Rande einer Schlafstadt, nahe der Hauptstadt Montevideo..

 

Die ökonomisch extrem harten Bedingungen bestimmen zu einem grossen Teil das Leben der Frauen: den Alltag mit der Sorge um die vielen Kinder, die Beziehung zu ihren Männern, bei denen sie kaum den nötigen Rückhalt, Verständnis und Unterstützung finden. Im Gegenteil. Schmerz. Leid. Dennoch sind sie immer wieder bereit, zu verstehen, zu verzeihen, an eine neue Beziehung mit ihren Männern zu glauben, wenn diese einmal mehr den Himmel auf Erden versprechen.

 

Ich kam von einem Ort, den es in Wirklichkeit nicht gab

Ich kam von einem Ort, den es in Wirklichkeit nicht gab
Dokumentarfilm 1989

Exil/Desexil in Uruguay

 

Frauen und Männer aus verschiedenen Generationen erinnern sich ihres Exils in Frankreich, der Schweiz, Mexico und Spanien -während sie ihrer über Jahre vermissten Heimat, Montevideo/ Uruguay, wieder-begegnen.

 

Heute blicken sie zurück auf die Fremde: Verloren-Ausgeschlossen-Sein - und sich öffnende Möglichkeiten, Neues Befruchtendes kennenzulernen, zu reifen. Selbst verändert, kommen sie nach Jahren in ihr Land zurück, das nach 12 Jahren Militärdiktatur in vielem nicht mehr dem damals verlassenen und dem im Exil vermissten Land gleicht. Des-Exil - Situationen des Exils scheinen sich zu wiederholen. Anders. Vielleicht sogar schmerzvoller. Näher.

 

Sie finden auch Vertrautes, fühlen sich Teil einer kollektiven Geschichte, identifizieren sich mit ihrer Gesellschaft, in der die Autorin freiwillig als Fremde lebt, während ein "Exilland", die Schweiz, ihr Heimatland ist.

 

CADA DIA HISTORIA, JEDER TAG GESCHICHTE

CADA DIA HISTORIA, JEDER TAG GESCHICHTE
Dokumentarfilm 1986 | Schweizer Fernsehen
Regie: Kristina Konrad, Gabrielle Baur
Drehbuch: Kristina Konrad, Gabrielle Baur
Produktion: Kristina Konrad, Gabrielle Baur

Nicaraguas Revolution aus der Sicht von Frauen und Müttern.

 

Doña Petrona aus dem Bauerndorf Regadio vertritt weiterhin mit irritierend glaubwürdiger Überzeugung traditionelle Vorstellungen über die Rolle der Frau. ihre Schwiegertochter sucht nach grösserer Freiheit und Selbstständigkeit und gerät in Konflikte. Doña Clementina aus der Kleinstadt Esteli unterstützt die Revolution im Bewusstsein, dass sie den Frauen neue Möglichkeiten eröffnet.

 

Ihre Tochter strebt eine Berufslaufbahn an. Sie wird in der UdSSR studieren. Andere junge Frauen nehmen freiwillig an der militärischen Verteidigung teil und verstehen ihren Einsatz auch als Kampf für eine bessere gesellschaftliche Stellung der Frau. Behutsam vortastend nähert sich der Film den Frauen.

 

Ihr Alltag auf dem Land, in der Kleinstadt und an der Front wird vertrauter, Widersprüchliches sichtbar, der Lebensrhythmus Nicaraguas empfindbar.