2010


Die traditionelle Podiumsdiskussion des BVR auf der Berlinale 2010 erörtert unter der Moderation von Stephan Wagner mit Branchen-Vertretern sowie dem zuständigen Ministerialdirigenten des BKM die Krise der FFA aufgrund der Zahlungsverweigerung einiger großer Kinoketten. Es werden u.a. Alternativ-Szenarien für die größte deutsche Filmförderung entwickelt.

Die 35. Mitgliederversammlung erweitert den Vorstand, dem nun neben den bereits 2008 Gewählten mit Markus Bräutigam, Jürgen Bretzinger und Manuel Siebenmann insgesamt elf Mitglieder angehören. Der geschäftsführende Vorstand mit Peter Carpentier, Jobst Oetzmann und Stephan Wagner wird bestätigt. Für die Berufsgruppe Regieassistenz/Continuity werden Björn Berger und Petra Misovic gewählt, letztere löst die langjährige Sprecherin Monika Schopp ab.

Aus Anlass des 35. Gründungsjubiläums feiert der BVR auf der Berlinale eine viel beachtete Director’s Birthday-Party. Auf dem Münchner Filmfest wird erstmals eine von 1.200 Gästen besuchte „Nacht der Regisseure“ in der Münchner Mercedes-Benz-Niederlassung ausgerichtet.

In der VG Bild-Kunst setzt sich der BVR dafür ein, bei zukünftiger Wahrnehmung von Erstrechten (insb. von Vergütungsansprüchen aus ehemals unbekannten Nutzungsarten nach § 137 l UrhG) die tatsächliche urheberrechtliche Werkschöpfung zu beachten. Dazu legt der BVR eine umfangreiche Stellungnahme vor.  Bei den Neuwahlen der VG Bild-Kunst-Gremien wird Rolf Silber zum ehrenamtlichen Vorstand und Jobst Oetzmann in den Verwaltungsrat gewählt.

Zum 1. Oktober wird die Geschäftsstelle des BVR von München nach Berlin, in die Augsburger Str. 33, in der Nähe des alten Kinoboulevards Kurfürstendamm verlegt.

Das ZDF bietet dem BVR zwar Gespräche über Vergütungsfragen an, willigt jedoch nicht in die urhebervertragsrechtlich vorgesehene Schlichtung ein. Das OLG München setzt eine Entscheidung darüber aus, wogegen der BVR Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) einlegt. Das ZDFstrengt vor dem LG Frankenthal eine negative Feststellungsklage an. Es meint, es wäre bei Auftragsproduktionen kein Werknutzer. In einem Gespräch mit Justizministerin Leutheusser-Scharrenberger werden dieses und andere Rechtsprobleme erörtert, welche die Anwendung des Urhebervertragsrechts aufgrund gezielter Ausflüchte und Verschleppungstaktik der Großverwerter stark behindern.