2011


Durch die Gremienvertreter in der VG Bild-Kunst ist der BVR an der Findung eines angemessenen Tarifs für die Nutzung von Ausschnitten aus Altwerken (1965 bis ca. 1996) in ehemals unbekannten Verwertungsformen beteiligt.

Auf der 36. Mitgliederversammlung in Berlin wird die Satzung neu beschlossen. Der BVR benennt sich in BUNDESVERBAND DER FILM- UND FERNSEHREGISSEURE e.V. um und folgt damit der historischen Reihenfolge seiner Medienberufe.  Er stellt sich zudem nun auch als Partner für tarifvertragliche Regelungen neu auf. Außerdem gründet er eine Services GmbH. Sie soll die größer werdenden Veranstaltungen des BVR organisieren.

Auf der Berlinale wird in Zusammenarbeit mit Lancia erneut „Die Nacht der Regisseure“ gefeiert. Die BVRServices GmbH beginnt mit der Auslobung und Organisation des Deutschen Regiepreises METROPOLIS. Der Preis wird am 23. Juni in einer stimmungsvollen und von der Fach- wie Boulevardpresse gelobten Gala im Audi-Zentrum München vergeben. Preisträger sind: Ralf Huettner (Kinofilm), Aelrun Goette (Fernsehfilm), Dominik Graf (Fernsehserie), Feo Aladag (Nachwuchsfilm) sowie Peter Lilienthal (Ehrenpreis der VG Bild-Kunst für ein Lebenswerk). Die Preise sind mit insgesamt 40.000 EUR dotiert. Die Preisträger werden durch ein online-Voting der BVR-Mitglieder ermittelt.

Die Fachgruppe Regieassistenz/Continuities nimmt nun auch 2. Regieassistenten auf. Sie organisiert mehrere Arbeitstreffen und Fortbildungsveranstalten, etwa zum Thema Komparseninszenierung und zum Verhältnis von Regie und Assistenz.

Der BVR setzt sich in Schreiben an die Ministerpräsidenten der Länder (als Gesetzgeber für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk) dafür ein, dass deren Anstalten sich zu fairen und ausgewogenen Vertragsbedingungen gegenüber Urhebern von Auftragsproduktionen verpflichten, so wie es eine Protokollnotiz des 12. Rundfunkstaatsvertrags fordert.

Der BGH bestätigt den Aussetzungsbeschluss des OLG München und erklärt, es sei zur Klärung von Voraussetzungen einer Schlichtung nicht befugt. Dies solle auf dem Feststellungsklage-Weg erfolgen. Damit ist eine Anwendung des § 36a UrhG als einer zentralen Vorschrift des Urhebervertragsrechts erheblich erschwert. Auch deshalb fordert der BVR die ProduzentenAllianz Film und Fernsehen zu Tarifverhandlungen für Kinofilme auf. Es finden mehrere Sondierungsgespräche statt.