Angriffe auf die Kultur von rechts – Vernetzung, Wachsamkeit, Solidarität

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Das Filmfest München und das Netzwerk Film+Demokratie laden am 26. Juni im Theatersaal im Amerikahaus um 14:00 Uhr zum Podiums-Gespräch ein:

Gespräch mit Peter Laudenbach (Journalist & Autor), Sebastian Sudrow und Justiziarin Hannah Vos (FragDenStaat), Julia von Heinz (Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin) und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern unter der Moderation von Julia Weigl (Filmfest München) 

Rechter Populismus und Extremismus drängen an die Macht oder sind dort schon angekommen. Ihre strategischen Angriffspunkte: die Justiz, unabhängiger Journalismus und die Kultur – ein Ziel mit vermeintlich großem Empörungspotential und Öffentlichkeitswirkung: Ausstellungen werden geschlossen, Theatervorstellungen gestört, exponierte Einzelpersonen privat mit Abmahnungen und online mit Hate-Speech überzogen, die Freiheit der Kunst wird angegriffen. 

Was steckt hinter den Strategien der Neuen Rechten und wie können wir uns als Kulturbranche schützen und wehren? 

In diesem Gespräch möchten wir konkrete Szenarien und mögliche Konsequenzen für unsere Branche beleuchten, verschiedene Initiativen und Ideen vorstellen, wie wir uns gegen Angriffe vernetzen, solidarisieren und verteidigen können und das weitere gemeinsame Engagement der Filmbranche diskutieren.

Wir freuen uns sehr auf Eure Teilnahme und eine angeregte Diskussion!

 

Angriffe auf die Kultur von rechts – Vernetzung, Wachsamkeit, Solidarität

Wann: Montag, 26. Juni · Theatersaal im Amerikahaus / Karolinenplatz. 3 / 80333 München
14:00 bis 15:30 Uhr · Einlass ab 13:30 Uhr

 

Mehr zu unseren Gästen

Peter Laudenbach ist Journalist („Süddeutsche Zeitung“, „brand eins“ und die „taz“) und Autor des Buches „Volkstheater – der rechte Angriff auf die Kunstfreiheit“. In seinem im März erschienenen Buch dokumentiert er über hundert rechte Übergriffe auf die Kunstfreiheit und stellt sich folgenden Fragen: Welche Muster lassen sich dabei beobachten? Welche Funktionen und Folgen haben die gezielten Gewaltandrohungen in rechten Eskalationsstrategien? Was macht Theater und Kunstinstallationen zu attraktiven Zielen?

 

Julia von Heinz ist Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin. Bereits ihr Debütfilm „Was am Ende zählt“ wurde mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Ihr Film „Und morgen die ganze Welt“ über die Antifa-Bewegung, welcher auf autobiografischen Erfahrungen beruht, feierte 2020 in Venedig Premiere, wurde ins Rennen um den Oscar für den besten ausländischen Film geschickt und gewann den Bayerischen Filmpreis. Der Kampf gegen rechte Gewalt begleitet sie seit ihrer Jugend.

 

Sebastian Sudrow und Hannah Vos (FragDenStaat)
FragDenStaat setzt sich für Transparenz in Politik und Verwaltung ein, stellt Werkzeuge und Wissen für die Wahrnehmung von Informationsfreiheitsrechten bereit und ist zudem durch seine Investigativ-Rercherchen bekannt. Mit einem auf der Veranstaltung vorgestellten neuen Projekt wird FragDenStaat zukünftig eine wichtige Infrastruktur gegen rechte Angriffe auf die Meinungs-, Presse-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit bereitstellen.

 

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern
Speziell ausgebildete Berater:innen bieten Unterstützung bei Vorfällen mit neonazistischem, extrem rechtem, rechtspopulistischem und rassistischem Hintergrund. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus orientiert sich hierbei an einem bundesweit angewandten Konzept.

 

Mehr zum Veranstalter · Das Netzwerk Film+Demokratie
Das Netzwerk Film+Demokratie hat sich 2020 gegründet und vereint heute fast 30 Verbände und Organisationen der Film- und Medienbranche, der Film- und Medienbildung und der Medienkultur. Gemeinsames Ziel ist, sich gegen rechtsextreme und rechtspopulistische Einflussnahme auf Medienschaffende, Medieninhalte und Medienkultur zu wehren. www.netzwerk-film-und-demokratie.de